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JamaicaVM Echtzeittechnologie im HIJA-Projekt
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JamaicaVM Echtzeittechnologie im HIJA-Projekt
Karlsruhe, 16, Februar 2007.
Karlsruhe, 16. Februar 2007.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des HIJA-Projekts bietet
die aicas GmbH nun neue Werkzeuge und Techniken für die
Entwicklung von Echtzeitsystemen in Java. Die JamaicaVM
erwies sich in dem Projekt als zuverlässige Grundlage.
aicas' Echtzeit Java Technologie wurde im HIJA Projekt
erweitert um statische Analysewerkzeuge zur Entdeckung
von Laufzeitfehlern, Bestimmung des Ressourcenbedarfs
(Heap und Stack), sowie für Debugging und Monitoring
zur Laufzeit.
Mit Hilfe einer Datenflussanalyse (DFA) kann die Anwendung
auf mögliche Programmierfehler untersucht werden.
Die DFA bestimmt alle Werte, die jede Variable annehmen kann.
Damit kann beispielsweise sichergestellt werden, dass keine
unbehandelten Exceptions geworfen werden, keine Deadlocks
auftreten, und die Ceiling Priorities korrekt verwendet werden.
Aufbauend auf der DFA wurden Werkzeuge entwickelt, die den
Speicherbedarf analysieren und den maximalen Heap und
Scoped-Memory Bedarf, sowie den maximal ben?tigten Stack für
alle Threads der Anwendung bestimmen.

Laufzeit-Debugging und -Monitoring werden jetzt durch die
Implementierung des Java Virtual Machine Toolkit Interface (JVMTI)
unterstützt. Über diese Schnittstelle können externe
Debugging- und Monitoring-Werkzeuge wie beispielsweise Eclipse
angebunden werden. Dar?ber k?nnen Java-Threads angehalten
und weiterlaufen gelassen werden, Breakpoints gesetzt, und das
Programm schrittweise ausgeführt werden. JVMTI ist eine
offene Schnittstelle zum direkten Zugriff in die Java VM.
Durch sie können Zulieferer unabhängige Agenten
bereitstellen, die an spezielle Aufgaben und eingebettete Umgebungen
angepasst sind.
Im HIJA Projekt leitete aicas die Entwicklung einer Spezifikation
für sicherheitskritisches Java, das auf einer Untermenge der
Echtzeitspezifikation f?r Java (RTSJ) basiert. Unter der Nummer
JSR 302 beschäftigt sich eine Gruppe im Java Community Process
mit einer Spezifikation für Sicherheitskritisches Java.
Diese Gruppe hat unter der Leitung der Open Group
(www.opengroup.org)
unlängst entschieden, die HIJA Ergebnisse als Grundlage ihrer
Arbeit weiter zu verwenden. Der aktuelle JSR 302 Entwurf empfiehlt
eine speziell auf die Bedürfnisse in sicherheitskritischen
Anwendungen ausgerichteten Untermenge der Java Bibliotheken.
Als Schutz vor Priority Inversion setzt er auf das
"Priority Ceiling"-Emulationsprotokoll, das auch Teil der RTSJ ist.
Das Speichermodell wurde stark eingeschränkt. So gibt es
beispielsweise weder Speicherbereinigung noch Java Heap. Stattdessen
kommen die ebenfalls aus RTSJ bekannten Immortal Memory und Scoped
Memory zum Einsatz. Ziel ist es, dass Java Anwendungen, die konform
zu Safety Critical Java geschrieben werden, nach dem
Sicherheitsstandard DO-178B zertifiziert werden können.
Im Rahmen von HIJA wurde außerdem die JamaicaVM auf ein
ARINC 653 System portiert.
Auf der 4. Tagung zu Java-Technologien für Echtzeit- und eingebettete
Systeme - JTRES'2006 haben Mitarbeiter zwei Veröffentlichungen
präsentiert, in denen die HIJA Werkzeuge vorgestellt wurden:
"Proving the Absence of RTSJ Related Runtime Errors through Data Flow Analysis"
(Beweis der Laufzeitfehlerfreiheit von RTSJ Programmen durch Datenflussanalyse) und
"Provably Correct Loops Bounds for Realtime Java Programs"
(Beweisbar korrekte Schleifengrenzen für Echtzeit-Javaprogramme),
worin die Autoren eine Methodik präsentieren, die Datenflussanalyse
mit deduktiver, formaler Verifikation kombiniert, um allgemeingültige
Schleifengrenzen zu erkennen.
Über die aicas GmbH (www.aicas.com)
Die aicas GmbH ist Hersteller moderner Softwareentwicklungswerkzeuge
insbesondere für Embedded Systeme und zeitkritische Steuerungssysteme.
Wichtigstes Produkt ist die echtzeitfähige Java Entwicklungsumgebung
JamaicaVM, einer der ersten Implementierungen der Realtime Specification for Java.
Die aicas GmbH wurde 2001 mit Sitz in Karlsruhe gegründet.
Es existieren Niederlassungen in den USA und in Japan. Wichtige Kunden
sind EADS, Siemens, Boeing und die Weltraumbehörden ESA und JAXA.
Über die JamaicaVM
JamaicaVM ist eine Java-Implementierung für tief eingebettete und
zeitkritische Systeme. JamaicaVM basiert auf einer fortschrittlichen
Echtzeit-Speicherverwaltungstechnologie (Garbage Collection),
die es ermöglicht, Java-Technologie selbst f?r zeit- und
sicherheitskritische Anwendungen zu nutzen. Werkzeuge wie der
Jamaica-Compiler und -Builder optimieren die Laufzeitleistung
und den Speicherverbrauch und bieten die Analyse des
Echtzeitverhaltens von Java-Anwendungen an.
Über HIJA
HIJA (High Integrity Java) war ein im Rahmen des IST Sixth Framework
(IST-511718) der Europäischen Union gefördertes Projekt.
Während der zweijährigen Laufzeit (Juni 2004 bis September 2006)
arbeiteten die HIJA-Partner daran, ein hochverfügbares Java für
vernetzte, eingebettete Echtzeit-Systeme zu definieren und zu implementieren.
Da eingebettete Systeme die heutige Gesellschaft immer weiter durchdringen,
benötigen deren Design, Wartung und Zertifizierung hochflexible,
Hardware-unabhängige Technologie, um kosteneffizient programmiert
werden zu können. Deshalb war es das strategische Ziel des HIJA-Projekts,
die Technologie zur Implementierung von Echtzeitsystemen zu verbessern und
damit die Entwicklung von architekturneutralen hochzuverlässigen Echtzeitsystemen
(Architecture Neutral Real-Time Systems, ANRTS) zu unterstützen.
Ziel der HIJA Partner war es zu demonstrieren, dass Java-Technologie für
effektive ANRTS genutzt werden kann.
Pressekontakte:
aicas GmbH
Andy Walter
Director of Sales
Haid-und-Neu-Straße 18
76131 Karlsruhe
Tel. +49 721 663 968-0
Fax. +49 721 663 968-99
E-Mail: info@aicas.com
Online stehen folgende Informationen bereit:
Pressemitteilungen: http://www.aicas.com/press.html
Pressebilder: http://www.aicas.com/images.html
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