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BMW Scientific Award für aicas' Echtzeittechnologie
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<next> <prev> <back> 15-Dec-03
BMW Scientific Award für aicas' Echtzeittechnologie
Karlsruhe, den 15. Dezember 2003.
BMW AG Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Burkhard Göschel fordert: "In Netzwerken
denken, Innovation für Wachstum und Beschäftigung schaffen"
München/Elmau. Mehr als 200 Hochschulabsolventen nahmen unter dem Motto
"Passion for Innovation" am Scientific Award BMW Group 2003 teil, der mit
70000? höchstdotierte internationale Preis für Diplom- und
Doktorarbeiten. Unter den 6 Preisträgern hat die Arbeit von Dr. Fridtjof
Siebert, Director of Development der aicas GmbH, den zweiten Platz in der
Kategorie Dissertation erreicht.
Mit seiner Arbeit schaffte Dr. Siebert die technolo�gische Basis, die den
Einsatz moderner Software�entwicklungswerkzeuge basierend auf Java in immer
komplexeren Bereich der eingebetteten Systeme ermöglicht. Siebert entwickelte
den hierfür nötigen Algorithmus für die Speicherverwaltung, den sogenannten
"Garbage Collector" (Müllsammler). Der Erfolg der neuen Technologie zeigt
sich am Erfolg der Echtzeit-Java Lösung JamaicaVM der aicas GmbH.
Die Preisverleihung
Im Rahmen der Preisverleihung mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft wie
Forschung zog sich ein roter Faden durch die Veranstaltung: Der essentielle
Stellenwert von Bildung und Wissen für Volkswirt�schaften im internationalen
Wettbewerb.
"Wer in Netzwerken denkt und handelt, treibt Innovationen schneller voran,
schafft damit die Basis für neue Arbeitsplätze und sichert bestehende und
damit unsere gemeinsame Zukunft. Es wird kein Wachstum und keine
Beschäftigung morgen ohne Bildung und Innovation heute geben", sagte
Prof. Dr. Göschel, Vorstand Entwicklung und Einkauf BMW AG und Schirmherr des
Preises. Hierbei ist die Fähigkeit, in Netzwerken zu agieren ein großes
Qualifikations�thema der Hochschulen. Denn Netzwerkwissen entscheidet mehr
und mehr über die Realisierung von Innovationen.
In einem Appel forderte Göschel die anwesenden Vertreter aus Wirstchaft und
Wissenschaft auf, ihre Bemühungen für eine globale Bildungskompetenz
voranzutreiben. "Das bedeute nicht nur die internatilonaen akademischen
Bezeichungen zu vereinheitlichen, sondern auch die Qualität der Inhalte auf
ein hohes Niveau anzuheben: Damit das Bildungsangebot dem Bildungsbedarf
besser entspricht."
Der Preisträger
Preisträger: Dr. Fridtjof Siebert (2. Preis Dissertationen)
Titel der Arbeit: Hard Realtime Garbage Collection in Modern Object-Oriented
Programming Languages
Professor: Prof. Dr. Walter Tichy Fakultät für Informatik
Hochschule: Universität Karlsruhe
Zusammenfassung der Arbeit:
Die Qualität und Geschwindigkeit der Softwareentwicklung hat in den letzten
Jahren massiv zugenommen. Dies liegt vor allem daran, dass moderne Werkzeuge
dem Entwickler viel Arbeit durch automatische Dienste abnehmen. Ein Beispiel
hierfür ist die Speicherverwaltung, in der der sogenannte Garbage Collector
nicht mehr benötigten Speicher selbstständig erkennt und
recyclet. Dr. Fridtjof Sieberts Verfahren ermöglicht den Einsatz eines
Garbage Collectors und damit moderner Entwicklungswerkzeuge in zeitkritischen
Systemen, also Steuercomputern in technischen Anwendungen wie sie in
Automobilen, Flugzeugen, Satelliten, Industrieautomatisierungsanlagen,
usw. vorkommen. Dadurch wird erstmals der uneingeschränkte Einsatz von Java
Technologie in zeitkritischen Steuerungen möglich.
Laudatio
Mit dem Vordringen von Software in alle Lebensbereiche werden Zuverlässigkeit
und Reaktionsgeschwindigkeit von Software immer wichtiger. Herrn Dr. Siebert
ist es zum ersten Mal gelungen, die sogenannte Automatische
Speicherbereinigung in ihrer Geschwindigkeit vorhersagbar und daher in
zeitkritischen Anwendungen, z.B. in Steuerungs- und Regelungsanlagen,
einsetzbar zu machen. Die automatische Speicherbereinigung ist deshalb
wichtig, weil sie eine gefährliche Fehlerquelle in Software - sogenannte
Speicherlecks - beseitigt. Diese Technik echtzeitfähig zu machen war für über
40 Jahre ein offenes Problem und wurde nun von Dr. Siebert in seiner
Dissertation erstmals vollständig gelöst sowie in die praktische Anwendung
transferiert.
Kurzlebenslauf
1971 Geboren in Waiblingen
1991-1997 Studium der Informatik an der
Universität Stuttgart
1998-1999 Entwicklungsingenieur, The Open Group,
Grenoble
2000-2001 Promotion,
Hard Realtime Garbage Collection
seit 2001 Entwicklungsleiter und Gesellschafter
der aicas GmbH, Karlsruhe
Weitere Informationen erhalten Sie von
aicas GmbH
Andy Walter
Director of Sales
Director of Development
Tel. +49 721 663 968-0
Fax. +49 721 663 968-99
infot@aicas.com
Online stehen folgende Informationen bereit
Press Releases: http://www.aicas.com/press.html
Press Pictures: http://www.aicas.com/images.html
über die aicas GmbH
aicas bietet Java Technologie für Echtzeit- und sicherheitskritische Anwendungen. Die Echtzeit-Java Implementierung JamaicaVM benutzt neueste Laufzeitsystem-Technologie um deterministische Ausführung
mit höchster Laufzeitleistung zu verbinden. Damit steht eine
ideale Entwicklungs�umgebung für anspruchsvolle Anwendungsfelder
wie die Industrieautomatisierung, Aerospace, Militärische
Anwendungen und die Telekommunikation zur Verfügung. aicas wurde
im Jahr 2001 als Spin-Off des FZI Forschungszentrum Informatik
und der Universität Karlsruhe gegründet. Die aicas Zentrale liegt
in Karlsruhe. Weitere Informationen zu aicas finden Sie unter
www.aicas.com.
über JamaicaVM
JamaicaVM ist eine Java Implementierung für Anwendungen in tief eingebetteten, zeitkritischen Systemen. JamaicaVM basiert auf einer neuen, echtzeitfähigen Speicherverwaltungstechnik (Garbage Collection), die den Einsatz von Java Technologie selbst in zeit- und sicherheitskritischen Anwendungen ermöglicht. Werkzeuge wie der Jamaica Compiler und Builder optimieren die Laufzeitleistung und den Speicherbedarf und ermöglichen die Analyse des Echtzeitverhaltens von Java Anwendungen.
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