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HIDOORS Projekt: Java für zeit- und sicherheitskritische, verteilte Anwendungen

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07-Jan-02

HIDOORS Projekt: Java für zeit- und sicherheitskritische, verteilte Anwendungen

Karlsruhe, 7. Januar 2002.

Im Januar 2002 startet das HIDOORS Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, wichtige Hindernisse für den Einsatz von Java bei der Entwicklung von Software für verteilte, zeit- und sicherheitskritische Anwendungen zu überwinden. Im HIDOORS-Konsortium haben sich hierfür sechs europäische Firmen und Forschungseinrichtungen aus vier Ländern zusammengeschlossen. Das Projekt ist auf 30 Monate angelegt und wird zum Teil durch das Information Society Technologies Programme (IST) im fünften Rahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziert.

HIDOORS steht für "High Integrity Distributed Object-Oriented Realtime Systems". Das Projekt ermöglicht die Verwendung moderner, objektorientierter Methoden für die Entwicklung sicherheitskritischer, verteilter Echtzeitsysteme. Als Grundlage dient dabei die Programmiersprache Java. Die Java Virtual Machine muss jedoch eine Reihe zusätzlicher Voraussetzungen erfüllen, damit Java in diesen Systemen eingesetzt werden kann. Dazu gehört das vorhersagbare Verhalten (Determinismus) im Zusammenhang mit automatischer Speicherverwaltung (Garbage Collection), Multi-Threading, Multi-Processing und Netzwerken. Werkzeuge für die angemessene Modellierung und Analyse Java-basierter verteilter Echtzeitsysteme und eine Java-Implementierung, die auch mit sehr eingeschränkten Ressourcen wie geringer CPU-Leistung und beschränktem Speicher eingesetzt werden kann, gehören genauso zu den Zielen von HIDOORS.

Bisherige Ansätze für die Anwendung von Java in echtzeit- und sicherheitskritischen Bereichen beschränken Java auf eine besser vorhersagbare Untermenge an Operationen. Im Gegensatz dazu werden im HIDOORS Projekt Techniken entwickelt und realisiert, die eine deterministische Implementierung der gesamten Sprache Java ermöglichen. Die Basis des HIDOORS-Projektes stellt dabei die Java-Implementierung JamaicaVM der Karlsruher aicas GmbH dar. JamaicaVM bietet eine deterministische Ausführung von Java-Applikationen und ist dadurch besonders für diesen Anwendungsbereich geeignet.

Obwohl Java mit der Remote Method Invocation (RMI) eine Kommunikationsmöglichkeit zwischen Komponenten einer verteilten Anwendung ermöglicht, ist dies nicht ausreichend für verteilte Echtzeitsysteme. HIDOORS wird die Effizienz und Flexibilität von RMI verbessern und somit Netzwerkzugriffe in Echtzeit und verteilte Ereigniskontrolle ermöglichen.

Bisher existieren keine Softwarewerkzeuge für die Entwicklung und Analyse von verteilten, zeit- und sicherheitskritischen Java-Anwendungen. Werkzeuge müssen einen großen Teil des Softwareentwicklungsprozesses automatisieren. HIDOORS umfasst daher auch die Entwicklung grafischer UML-basierter Entwicklungswerkzeuge, die die Konstruktion und Verifikation dieser Systeme in Java erleichtern.

Eine wichtige Nebenbedingung bei eingebetteten Echtzeitsystemen sind beschränkte Ressourcen: Begrenzte CPU-Leistung und beschränkter Speicher werden eingesetzt während maximale Echtzeitleistung und Zuverlässigkeit benötigt wird. HIDOORS verbessert den Speicherbedarf und die Laufzeitleistung durch den Einsatz neuer Compileroptimierungstechniken, die zugleich den nötigen Determinismus für Echtzeitsysteme beibehalten.

Partner im HIDOORS Projekt sind das Forschungszentrum Informatik (FZI) aus Karlsruhe, Aonix SA (Frankreich), die Universität Linköping (Schweden), die R.O.S.E. Informatik GmbH (Heidenheim), Skysoft SA (Portugal) und die aicas GmbH.

Durch die Kombination einer sicherheitskritischen, objektorientierten Plattform für die Entwicklung verteilter Echtzeitsysteme bringt HIDOORS einen schnelleren Softwareentwicklungsprozess, die Fähigkeit, zuverlässige, wartbare und wiederverwendbare Software zu entwickeln. Dadurch ergibt sich eine höhere Qualität für und besseres Vertrauen in die entwickelten Systeme. Das HIDOORS-Konsortium wird das neue System nicht nur entwerfen und implementieren, sondern es auch in einer Reihe von realen Anwendungen einsetzen.

Der wichtigste von HIDOORS ausgelöste Schub ist die Verbesserung der Produktivität bei der Softwareentwicklung für verteilte Echtzeitsysteme und eine dadurch verkürzte Time-To-Market und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit für Firmen, die Java einsetzen.

Weitere Informationen erhalten Sie von

aicas GmbH
Fridtjof Siebert
Director of Development
Tel. +49 721 680 6722
Fax. +49 721 968 6073
siebert@aicas.com

Online stehen folgende Informationen bereit:

HIDOORS-Website: http://www.hidoors.org
HIDOORS-Logos: http://www.hidoors.org/logos/
Pressemitteilungen: http://www.aicas.com/press.html
E-Mail: info@aicas.com

Über aicas GmbH

Die aicas GmbH wurde im März 2001 aus dem Forschungszentrum Informatik (FZI) und der Universität Karlsruhe (Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation) heraus gegründet. Das Ziel der aicas GmbH ist es, den Einsatz neuester Softwareentwicklungsmethoden für eingebettete und zeitkritische Steuerungssysteme zu ermöglichen.

über HIDOORS

Das europäische Projekt High Integrity Distributed Object-Oriented Realtime Systems -- HIDOORS hat im Januar 2002 begonnen. HIDOORS Ziel ist es, die größten Hindernisse für den Einsatz von Java bei der Softwareentwicklung für verteilte, echtzeit- und sicherheitskritische Anwendungen zu überwinden. Für dieses Ziel haben sich sechs europäische Firmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen und das HIDOORS-Konsortium gegründet. Sie bringen Ihre Kompetenz in den Bereichen Echtzeit-Entwicklungswerkzeuge, sicherheitskritische Anwendungen und deterministische Java-Implementierungen zusammen.

HIDOORS logo

über IST and das fünfte Rahmenprogramm

Information Society Technologies Programme (IST)

Ein Hauptthema der Forschung und technischen Entwicklung innerhalb des fünften RTD Rahmenprogramms der Europäischen Union (1998-2002).

IST-Website: http://www.cordis.lu/ist/home.html


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